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Oft gestellte Fragen


      


Allgemeine Fragen zum Gartenbaulehrbetrieb Frontenhausen-Burgberg

 

1. Wer ist der Träger (Arbeitgeber) für die Auszubildenden und Angestellten des Gartenbaulehrbetriebs?

Träger und Arbeitgeber ist der BLWG, Fachverband für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderung e.V. (früherer Name: Bayerischer Landesverband für die Wohlfahrt Gehörgeschädigter). Sein Sitz ist in München.
Organisatorisch ist die Gärtnerei Teil des Berufsbildungswerks München.

2. Wieviel verdient ein Auszubildender in der Gärtnerei und was kann ein Gärtner später verdienen?

Die Ausbildung im Gartenbaulehrbetrieb ist in der Regel eine Rehabilitationsmaßnahme (Reha-Maßnahme). Die Träger der Rehabilitationsmaßnahme (Bundesagentur für Arbeit, Landkreis oder anderer Träger) zahlen nicht Tariflohn oder Ausbildungsvergütung. Die Träger übernehmen die Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Arbeitskleidung und zwei Heimfahrten im Monat. Zusätzlich bekommt der Auszubildende für seinen persönlichen Bedarf monatlich 103,00 € Ausbildungsgeld (Stand März 2012).
An einem Arbeitsplatz nach der Ausbildung richtet sich der Lohn nach dem jeweils gültigen Tarifvertrag.

3. Was sind Bonuspunkte?

Mit dem Ausbildungsgeld von der Bundesagentur für Arbeit kann man keine großen Sprünge machen. Der BLWG e.V. gibt den Auszubildenden in seinem Gartenbaulehrbetrieb daher freiwillig geldwerte Bonuspunkte. Sie sollen Zuschuß und Leistungsanreiz sein.
Wenn Leistung, Einsatz und Verhalten in Ordnung waren, erhält der/die Auszubildende drei Bonuspunkte pro Woche gutgeschrieben. Für Krankheitstage werden anteilig Bonuspunkte abgezogen.
Für besondere Leistungen können Bonuspunkte in unbegrenzter Höhe gutgeschrieben werden.
Zusätzlich erhalten die Auszubildenden zwei Mal im Jahr maximal 50 Bonuspunkte, die von Ausbildung, Berufsschule und Wohnheim nach den Kriterien Leistung, Einsatz und Sozialverhalten vergeben werden.
Sobald 40 Bonuspunkte angesammelt sind, kann der/die Auszubildende sich das Guthaben auszahlen lassen. Ein Bonuspunkt ist zur Zeit (2012) 1€ wert.

4. Muss man als Gärtner in der Berufsschule viel lernen?

Auch im Gärtnerberuf sind die theoretischen Fächer in der Berufsschule ziemlich umfangreich (z.B. Botanik, Bodenkunde, Düngerlehre, Pflanzennamen; Technik, usw.) Auch Fachrechnen ist wichtig. Für den Unterricht haben wir moderne Hilfsmittel und engagierte Lehrer. Viel Fleiß der Lehrlinge ist aber immer noch notwendig zum Erfolg.

5. Wie verständigen Sie sich mit den gehörlosen Menschen?

Wir verwenden Gebärden - zum Teil ganz gärtnerspezifische. Wir machen Arbeiten vor. Wir schreiben und zeichnen Anweisungen auf. Durch unser deutliches Sprechen können die meisten Gehörlosen vom Mund absehen.

6. Dürfen gehörlose Menschen den Führerschein machen und Auto fahren?

Natürlich. Wie bei Hörenden muss ganz normal der Fahrschulunterricht besucht und die Prüfung abgelegt werden. In unserem Jugendwohnheim werden dazu Lernhilfen angeboten. Bei Führen eines Autos ist ein zweiter Außenspiegel notwendig. Aber den hat ja heutzutage sowieso jedes Auto serienmäßig.

7. Welche Berufskleidung benötige ich als Gärtner?

Während der Probezeit/Erprobungszeit ist es zweckmäßig vorerst eigene alte Kleidung als Arbeitskleidung zu verwenden. Sobald entschieden ist, dass der Lehrling/BvB-Teilnehmer längere Zeit in der Gärtnerei bleiben wird, stellen wir die Arbeitskleidung (Kleidung, Sicherheitsschuhe, Arbeitshandschuhe).

8. Bekomme ich für meinen Sohn/meine Tochter vermögenswirksame Leistungen?

Leider ist in der Reha-Förderung kein Beitrag dafür vorgesehen. Natürlich können Sie aber unabhängig davon vermögenswirksame Verträge abschließen.

9. Brauche ich eine Haftpflichtversicherung für meine Tochter/meinenSohn?

Ihr Kind muss in einer Haftpflichtversicherung entweder familien- oder selbstversichert sein. Im Regelfall können Sie für Ihr Kind die (billigere) Familienversicherung nutzen, weil es sich in Berufsausbildung befindet.
Bei der Aufnahme in das Berufsbildungswerk/in den Gartenbaulehrbetrieb müssen Sie einen Nachweis über eine private Haftpflichtversicherung vorlegen (Kopie der Haftpflichtversicherungspolice).

10. Wo ist die Berufsschule für die Auszubildenden des Gartenbaulehrbetriebs? Wann habe ich Berufsschule?

Die Berufschule befindet sich auf dem Gelände des Gartenbaulehrbetriebs. Der Berufsschulunterricht findet zwischen 7:30 und 16:30 Uhr-statt.
Die genauen Berufschulzeiten für die verschiedenen Lehrjahre erfahren die Jugendlichen von ihren Ausbildern.

 

 

 Fragen zur Ausbildung im Zierpflanzenbau

 

1. Ist die Gärtnerarbeit körperlich sehr schwer? Wird man dabei schmutzig?

Beim Zierpflanzengärtner gibt es keine körperlich besonders schweren Arbeiten. Eine der schwersten - aber nicht häufigen - Arbeiten ist einen 70-Liter Erdsack zu heben. Beim Erdemischen werden Schlepper mit Frontladerund Mischmaschinen verwendet. Das erleichtert diese Arbeit. Bei der üblichen Gärtnerarbeit werden meistens nur die Hände schmutzig - aber nur mit Erde und die lässt sich leicht abwaschen.

2. Gibt es in der Gärtnerei immer genügend Arbeit?

Naturgemäß fällt im Winter in einer Zierpflanzengärtnerei weniger Arbeit an. Das heißt aber nicht, dass die Gewächshäuser im Winter leer wären, denn die Frühjahrsblüher wie Stiefmütterchen, Primeln & Co. stehen schon im Glashaus und müssen versorgt werden.
Bei den Beet- und Balkonpflanzen wird zum Teil schon im Dezember und Januar mit der Kultur begonnen. Ebenfalls im Januar geht's schon wieder mit Aussaat und Pikieren der Gemüsepflanzen los.

3. Was ist der „Gießdienst?"

Ab dem 1. Lehrjahr werden Auszubildende von Mitte März bis Mitte November zum Gießdienst an bestimmten Wochenenden eingeteilt. Der/Die Auszubildende ist von Freitagnachmittag bis Sonntagabend für die Überwachung von Bewässerung und Belüftung der Gewächshäuser verantwortlich. Er/Sie bekommt für diesen Dienst 40 € ausbezahlt und erhält einen freien Tag, den er/sie in Absprache mit den Ausbildern nimmt.
Der Gießdienstplan wird für das ganze Jahr im Voraus erstellt, es ist also rechtzeitig bekannt, an welchen Wochenenden man an der Reihe ist (ca. 4x pro Jahr).
An Heimfahrtwochenenden gibt es keinen Gießdienst.

 

 

Fragen zur Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau

 

1. Wer kann eine Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau machen?

Wer körperlich fit ist und gerne im Freien und in der Natur arbeitet, der ist hier richtig.

2. Wie sieht die Ausbildung zum Werker im Garten- und Landschaftsbau aus?

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Für Schulung und Übung stehen im Gartenbaulehrbetrieb zur Verfügung:
- drei Übungshallen mit ca. 600 qm Übungsfläche
- Freigelände von ca. 12.000 qm zum Erstellen von Bauwerken (z.B. Teichbau, Zaunbau, Wegebau) und  zur Durchführung von Pflanzarbeiten
- eine Streuobstwiese mit ca. 6000 qm zum Üben von Pflegearbeiten, wie Mähen, Schneiden von Gehölzen etc.

Wir führen Aufträge von Kunden aus. Die Arbeit auf den Kundenbaustellen ist ein wichtiger Teil der Ausbildung.

 

3. Mein Kind schafft die Ausbildung vielleicht nicht. Gibt es auch noch andere Möglichkeiten?

Für Menschen, die den Anforderungen des Ausbildungsrahmenplans nicht gewachsen sind, bietet der Gala-Bau sogenannte Qualifizierungsmaßnahmen an.
Die Qualifizierungsmaßnahmen dauern in Absprache mit dem Kostenträger ein Jahr, oder auch zwei oder drei Jahre.
Mehr Information finden Sie hier.